Selbsthilfezeitschrift TIPP # 38

Buchvorstellung TIPP 38

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Allen Grund zu Danken

Allen Grund zu Danken
von Rainer Marx (Vors. d. AG-SHGiG)
Wenn Krankheit dazu führt, dass das eigene Leben bedroht ist, wird jedem sehr deutlich, dass
es ewiges Leben für keinen Menschen gibt. Wir verdrängen gerne diesen unschönen
Gedanken, werden jedoch durch krankheitsbedingte Einschränkungen immer wieder daran
erinnert.
Es ist für die betroffenen Menschen äußerst belastend den eigenen Tod immer näher
kommen zu sehen und jeden Tag damit zu rechnen, dass er plötzlich eintritt.
Wenn z. B. eine Organtransplantation ihn nochmal „verdrängen“ kann, weiß man die
gewonnen Lebensjahre sehr zu schätzen.
So ging es Frau Barbara Eyrich (Selbsthilfegruppe Lungenemphysem u. COPD), die vor drei
Jahren eine fremde Lunge transplantiert bekam. Nach langem Warten auf ein passendes
Spenderorgan, einer Organtransplantation mit dem Risiko, des Misslingens und der
Unklarheit, ob der Körper das fremde Organ akzeptiert und nicht abstößt, hat sie nun allen
Grund dankbar zu sein.
Aus diesem besonderen Anlass lud sie mit folgenden Worten ein:
„Mit dieser email möchte ich Sie und Euch alle herzlich einladen mit mir ein klein wenig zu
feiern.
Es geht nicht um eine große Veranstaltung.
Nein, dass soll es nicht sein, eher eine Stunde ruhiger Besinnung in einem Gottesdienst in
meiner Gemeinde der Neu-Apostolischen Kirche. Dies ist auch kein „spezieller“
Dankgottesdienst mit dem Hauptthema Organspende oder dergleichen. Es wird sicherlich
im Anschluss noch einmal gebetet, für die gute Bewahrung bis hierher und dem Dank
gegenüber dem allmächtigen Gott, dem Organspender und seiner Familie, sowie alle
Beteiligten, Ärzteteams, Pflegepersonal, Therapeuten, Freunde, Familie, Nachbarn usw.
Der Gottesdienstbesuch ist nicht zwingend notwendig und es soll auch keine Bedingung
sein. Aber vielleicht hat der eine oder andere doch das Bedürfnis und einen Grund, dem
lieben Gott Danke zu sagen. Im Stillen für sich.“
Meine Frau und ich folgten dieser ungewöhnlichen Einladung und durften in der Neu-
Apostolischen Kirche in Walldorf an dem Dank für die geschenkten Lebensjahre teilhaben.
Der „Veranstaltungsort“ war für diesen Anlass gut gewählt. Die Kirche ist der vertraute Ort für
Geburt, Tod und Besinnung. Die Atmosphäre in der Kirche ermöglicht den Fokus auf das
Wesentliche zu richten, andere Gedanken auszublenden und für einen Moment innezuhalten,
um die Dankbarkeit mitzuempfinden.
(Foto: Barbara Eyrich mit Freundin)
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Ausflug nach Frankfurt

Yes! Es war wieder ein schöner Tag.

Mittags zur SHG nach Darmstadt. Dort hat Oberarzt Dr. Mathias Röhrl einen Vortrag gehalten über die Bedeutung der NIV Beatmung bei COPD und Lungenemphysem. Das war wieder sehr aufschlussreich. Leider hat da wohl wieder kaum jemand etwas drüber gewusst, sodass nur wenige Betroffene anwesend waren. Jürgen Frischmann von der Atemwegsliga hat ausgeholfen, da Peter heute nicht kommen konnte. Nach einer Stunde war der Vortrag fertig und alle wollten auch sofort nach Hause.

Irgendwie wollte ich aber noch nicht nach Hause und da selbst kochen. Das Wetter hatte sich toll gehalten. Mein Freund in Mörfelden war nicht Zuhause.
Also:
Bin ich ein wenig weiter gefahren und in der City in Frankfurt gelandet, aber da war heute die Hölle los. Riesengroße Reisebusse mit Touristen. Alle um den Paulsplatz herum. Parkhäuser alle belegt. An der Konsti ging auch nichts mehr. Na ja, bin ich eben wieder nach Hause. Ausserdem gibt es eine Baustelle nach der anderen. Schön ist was anderes. Aber über allem ein blitzblanker blauer Himmel und Sonnenschein. Zurück nach Walldorf, wo die dicken Wolken runterschauten, nebendran noch die Sonne. In unserem Walldorf – Carree gibt es ein Chinesisch-Mongolisches Restaurant Yangste. Da habe ich mir den Bauch vollgeschlagen. Das war soooooo lecker, Spezialitäten vom Koch Nr. S7 = die 8 Köstlichkeiten. Ha, ha – was war das wohl vom Koch? Kicher.

http://www.yangtse-restaurant.de/walldorf/

yangste WalldorfBuffet Yangste Walldorf

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Hessenschau vom 3.11.2014

Hessenschau vom 3.11.2014.

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Hessenschau vom 3.11.2014

Den Beitrag kann ich hier nicht veröffentlichen, aber den Link zu HR-Online.

Bitte schön:

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp

Habt einen schönen Tag. Eure Barbara TV-Beitragtv Beitrag 2

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Rolle rückwärts mit Überschlag

Um 6 Uhr war ich heute morgen von der Dialyse in Darmstadt wieder zuhause. Und ziemlich müde. Für 9 Uhr war ich ja verabredet mit dem Redakteur des Hessischen Rundfunks, Hessenschau. Ich habe mich noch einmal hingelegt und bin um 7:30 unter die Dusche, angezogen und gefrühstückt und pünktlich um 9 Uhr klingelte es.

Im Nu war meine winzige Wohnung überfüllt, drei Mann mit Kamera, Mikrofon und Stativ bauten die Geräte auf und wir sprachen erst einmal über das Wetter. Ich setzte mich an mein Laptop und brauchte nicht reden. Einfach so etwas surfen, wie ich es immer mache. Kamera läuft (ohne Klappe) danach die Tonprobe und ich sollte etwas erzählen. Was ich auch ausgiebig tat. Der Redakteur hatte  ein paar Fragen und ich konnte gleich loslegen. Unglaublich, vor 3 Jahren war mir nur möglich“papp“ zusagen und  schon war ich aus der Puste.

Danach Jacke an, in die Schuhe geschluppt und nach draußen. Wir sind zusammen ein bisschen die Straße entlang und um die Ecke gelaufen. Flugzeuge und die Eisenbahn machten mit. Herrlich. Ich kann laufen und sprechen dabei ohne Atemnot.

Die Wunder hören gar nicht auf. Ich bin sehr, sehr glücklich und hoffe, dass meine „Botschaften“ bei den Menschen ankommt.

Die Organspende ist wirklich ein großes Thema geworden und es kann ja auch jeden treffen, dass er nur mit einem „neuen“ Organ weiterleben kann. Das ist der größte Liebesbeweis, den ein Mensch einem anderen Menschen machen kann. Es erfüllt das Gebot der Nächstenliebe im allerhöchsten Maße!

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Tag

Eure Barbara

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Snippet: WARTEZEIT Mein Leben vor und nach der Transplantation

wartezeitblog

Prolog

Bitte warten…! Haben wir das nicht schon alle irgendwie erlebt? Jeder Mensch reagiert auf diese zwei Worte anders. Der eine haut auf den Tisch und will nicht warten und alles sofort erledigt haben. Dem nächsten Wartende n an der Bushaltestelle wird die Zeit zu lang  und er läuft  zu früh weg und verpasst dann doch den Bus, weil dieser kurz danach ankommt und dann ohne ihn losfährt. Der andere sitzt geduldig und stumm da und wartet eben. Innerlich vielleicht kochend. Und wieder ein anderer  beschäftigt sich  währen d der Wartezeit, bereitet sich auf das Kommende vor und merkt gar nicht, wie schnell oder  wie langsam die Zeit vergeht und plötzlich – hat das Warten ein Ende.

Wie bei meiner Geschichte alles begann mit meiner chronischen Erkrankung COPD und Lungenemphysem möchte ich in diesem Buch schildern. Mit allen Höhen und Tiefen. Es sollen  Einblicke in mein privates Innere geben, es…

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